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Anreise
Port Augusta, das Tor zum Outback, liegt an der Spitze
des Spencer Gulf, nur drei Autostunden nördlich von Adelaide.
Regional Express fliegt regelmäßig
nach Coober Pedy und Olympic Dam (bei Roxby Downs). Mit einem
Mietwagen beginnt das Abenteuer nach einer dreistündigen
Fahrt aus Adelaide gen Norden. Man kann die Region jedoch genauso
gut mit einem der zahlreichen Tourveranstalter erkunden.
Wer selber entlang des Explorer's Way von Adelaide
quer durch das südaustralische Outback nach Darwin fährt,
erlebt eines der großartigsten Autoabenteuer Australiens.
Von Adelaide bestehen auch tägliche Busverbindungen in
verschiedene Ortschaften.
Das Bereisen der Region mit der Eisenbahn erfreut
sich ebenfalls großer Beliebtheit. Der legendäre
Ghan aus Adelaide durchquert von Port Augusta das Outback nach
Alice Springs. Problemlos reist Ihr Fahrzeug im Autozug des
Ghan mit.
Wer nur wenig Zeit hat, erhält auf einem
Rundflug ein gutes Bild der Region. Charter-Veranstalter bieten
halb- und ganztägige Flüge an. Einige Veranstalter
in Adelaide kombinieren Flüge mit Übernachtungen an
entlegenen und bekannten Orten.
Wer auf eigene Faust das australische Outback
befahren möchte, sollte seine Route unter Berücksichtigung
der enormen Entfernungen genau planen.
Die wichstigsten Ortschaften:
Coober Pedy: 3.500 Einwohner
Roxby Downs: 2.600 Einwohner
Woomera: 1.250 Einwohner
Die Hauptattraktionen
Coober Pedy - Coober Pedy am Explorer's (Stuart Highway) Way
bildet das Herzstück des südaustralischen Outback.
Schätzungsweise 70 % der Schmuckopale werden hier geschürft.
Die Stadt gilt als der weltweit größte Opalproduzent.
Berühmt sind die unterirdischen Wohnungen (sogenannte 'Dugouts'),
Kirchen und andere touristischen Attraktionen von Coober Pedy.
Markante Geröllhaufen, Spuren der Edelsteinschürfer,
kennzeichnen die karge Landschaft rund um den Ort. Die rund
3.500 Einwohner stammen aus 50 verschiedenen Ländern. In
den unterirdischen Wohnungen bleiben die Temperaturen Tag und
Nacht konstant - so findet man Schutz vor der sengenden Wüstensonne
genauso wie vor den kalten Wüstennächten. Zum Bau
dieser Behausungen werden dieselben Maschinen eingesetzt, mit
denen auch die Minen gegraben werden.
Am besten lernt man Coober Pedy bei einer Stadtbesichtigung
kennen. Zu den Sehenswürdigkeiten zählen unterirdische
Kirchen, Wohnungen und Läden, eine unterirdische Kunstgalerie,
ein Buchladen und eine Töpferei sowie Vorführungen,
bei denen das Schleifen von Opalen demonstriert wird. Breakaway’s
Reserve, 32 Kilometer nördlich des Ortes, ist ebenfalls
sehenswert. Das Schutzgebiet birgt eine mythische Landschaft
aus flachen Sandsteinbergketten, deren Farben sich tagsüber
und abends ständig verändern. Dank der klaren Nachthimmel
im Outback sind Sterngucker-Touren ein echtes Erlebnis.
Ausgehend von Coober Pedy lassen sich auch andere
Aspekte des Outback kennenlernen, beispielsweise die berühmte
Outback-Postroute (Outback Mail Run). Abfahrt aus Coober Pedy
ist montags und donnerstags. Man begleitet den Briefträger
bei der Postzustellung in die entlegensten Ecken. Zu sehen bzw.
zu fotografieren gibt es auf der zwölfstündigen Tour
abgelegene Ansiedlungen wie Oodnadatta und William Creek, in
freier Wildbahn lebende Tiere, Ruinen und Brücken, Wohnhäuser
auf Rinderfarmen, Wildblumen (je nach Jahreszeit), Wüstengebiete
und Wasserstellen.
Lake Eyre National Park - Das Wasser im Hunderte
von Kilometern vom Ozean entfernten Lake Eyre kann den Salzgehalt
des Meerwassers um das neunfache übertreffen - sofern der
Salzsee sich füllt. Dieses Spektakel, das sich im vergangenen
Jahrhundert nur dreimal vollzog, verwandelt Lake Eyre zum größten
See Australiens mit einer Fülle von Tieren.
Die Ansiedlung William Creek liegt Lake Eyre
am nächsten. Das Seeufer ist mit dem Auto nur 53 Kilometer
bzw. einen 15-minütigen Flug entfernt.
Mehrere Lokalveranstalter betreiben von Adelaide
oder aus dem Outback Rundflüge über den See - mit
dem Wasserstand schwillt auch das Angebot an. An Bord eines
Leichtflugzeuges erhält man einen gute Eindruck von den
enormen Ausmaßen des Lake Eyre und des umliegenden Outback.
Coongie Lakes - In der Innamincka Reserve, am
Ende des Strzelecki Track, erstreckt sich das Seensystem der
Coongie Lakes. Diese 112 Kilometer nördlich von Innamincka
in der Wüste gelegene Oase besteht aus halb-permanenten
Feuchtgebieten. Dort haben 20.000 Wasservögel, über
150 Vogelarten und zahllose andere Pflanzen und Tiere ihren
Lebensraum, die sonst in der trockenen Hitze des Kontinents
nicht überleben könnten. Aufgrund ihrer Schönheit,
Abgeschiedenheit und der artenreichen Tierwelt ist die Gegend
ein beliebtes Outback-Reiseziel. Wer die Anreise per Auto plant,
sollte diese sorgfältig im voraus planen.
Dalhousie Thermal Springs, Simpson Desert - Die
Thermalquellen Dalhousie Mound Springs sind eine Wüstenoase
in einem der trockensten Teile Australiens. Es handelt sich
um die größten und aktivsten artesischen Quellen
in Australien. Die Oase bietet nicht nur Tieren ein Refugium.
Nach einer langen Autofahrt entspannt man dort wunderbar in
heißen Thermalquellen. Die Quellen gehören zum Witjira
National Park, einem Wüstenpark am Rand der Simpson Desert,
nur 10 Kilometer südlich der Grenze Südaustraliens
zum Northern Territory. Anreise über den Oodnadatta Track
und den Old Ghan Trail. Die Fahrt führt durch isoliertes
Gelände abseits befestigter Straßen. Wenn Sie vorhaben,
selbst zu fahren, sollten Sie sich unbedingt vorher akribisch
darauf vorbereiten.
Marree - Marree stellt den Ausgangspunkt der
legendären Birdsville und Oodnadatta Tracks dar und gehört
zum Old Ghan Trail. Man stolpert dort geradezu über die
Reste der geschichtsträchtigen Vergangenheit des Ortes,
beispielsweise die Beziehung zu den afghanischen Kameltreibern
und ihre Rolle beim Bau der inzwischen stillgelegten Old Ghan-Eisenbahnlinie
nach Alice Springs. Die Quellen Bubbler und Blanchcup Springs
am Rand des Großen Artesischen Beckens stellen einige
der besten Beispiele von Kraterquellen dar. Sie liegen ungefähr
100 Kilometer west/nord-westlich von Marree. Zum jährlich
im Juli veranstalteten Kamelrennen namens Marree Camel Cup,
ein einzigartig australisches Ereignis, finden sich Scharen
von Leuten ein.
Woomera - Dieser Outback-Ort wenige Kilometer
nördlich des Explorer's Way wurde 1947 als Raketen-Teststätte
gegründet. Die bekannteste dieser Raketen war die zwischen
1964 und 1970 von der European Launcher Development Organisation
(ELDO) entwickelte Europa. Bis 1982 war der Ort für die
Öffentlichkeit nicht zugänglich, inzwischen bietet
er zahlreiche Einrichtungen für Touristen. Zu den Sehenswürdigkeiten
zählen das Woomera Heritage Centre und der interessante
Missile Park mit seinen Raketen, Flugzeugen und Waffen, die
mit der Teststätte in Verbindung stehen.
Roxby Downs - Der 83 Kilometer nördlich
von Woomera gelegene Ort Roxby Downs entstand zur Versorgung
der Mine Olympic Dam. Roxby Downs ist mittlerweile eine moderne,
gut ausgestattete Wüstenoase für Besucher. Übertage-Besichtigungen
des Bergbau- und Weiterverarbeitungsbetriebs finden montags,
donnerstags und samstags statt.
Olympic Dam - Der gigantische Bergbaubetrieb
Olympic Dam liegt neun Kilometer von Roxby Downs entfernt. In
dieser Mine werden jährlich neun Millionen Tonnen Erz gefördert,
das hauptsächlich Kupfer, Uran, Gold und Silber enthält.
Minentouren starten in Roxby Downs. Folgt man der Straße
nördlich von Olympic Dam, erreicht man den auf den Oodnadatta
Track treffenden Dingozaun.
Andamooka - Andamooka, eine Pionier-Stadt des
Outback, ist bekannt für die ausgesprochen hohe Qualität
der dort gewonnenen Opale, die 1930 erstmals entdeckt wurden.
Im Gegensatz zu Coober Pedy, wo Opale aus Schäften gefördert
werden, schürft man in Andamooka im Tagebau, was dem Ort
einen besonderen Charakter verleiht. Zu den Höhepunkten
der Besichtigungen gehören noch im Betrieb befindliche
Tagebauminen, halbwegs unterirdische „Dugout”-Wohnungen,
alte Stollen, historische Cottages und „Noodling”
(Schürfen) nach Opalen.
Outback Tracks im Geländewagen - Die drei
Outback-Routen Birdsville, Strzelecki und Oodnadatta Track zählen
zu den besten Geländewagen-Strecken weltweit. Sie erfordern
sorgfältige Sicherheitsvorkehrungen und eine entsprechende
Vorbereitung des Fahrzeugs, ebenso wie gründliche Kenntnisse
darüber, was einen unterwegs erwarten mag. Weitere Informationen
unter 'Sicherheitstipps für das Outback'.
Oodnadatta Track - Der Oodnadatta Track erstreckt
sich über 615 Kilometer von Marree am Old Ghan Trail bis
Marla am Stuart (Explorer's Way) Highway. Er folgt zunächst
der Overland-Telegrafenstrecke und dann der alten Ghan-Eisenbahnlinie
nach Alice Springs.
Der Oodnadatta Track, die ursprüngliche
Zufahrt in das australische Outback, dient heute zusätzlich
als Tor zur Simpson Desert, Lake Eyre, zu den artesischen Quellen
Mound Springs, in die unglaublich ausgedehnte, mondartige „Gibber”-Steinebene
und die farbenprächtigen Landschaften der Stuart Range.
Anna Creek Station, eine der größten Rinderfarmen
des Globus, grenzt an den Track - auf dem Gelände dieser
Farm befindet sich die spektakuläre Felsenlandschaft der
Anna Creek Painted Hills, die man per Rundflug ab Coober Pedy
oder William Creek besichtigen kann.
Im gleichnamigen Ort Oodnadatta, auf dem Weg
von Dalhousie Springs in die Simpson Desert, steht das einmalige
Rasthaus Pink Roadhouse, eine wahre Fundgrube an Informationen.
Das historische Bahnhofsgebäude von Oodnadatta, eine ehemals
wichtige Haltestelle des Old Ghan, wurde zu einem beachtenswerten
Museum umfunktioniert. Am Neales River dient ein 'Waterhole'
als ganzjährige Badestelle. Die alljährlichen meist
am ersten Mai-Wochenende veranstalteten Rennen locken regelrechte
Menschenmengen an.
Auch William Creek, der kleinste Ort Südaustraliens,
liegt am Oodnadatta Track. William Creek, wo auf der Hauptstraße
oft mehr Leichtflugzeuge als Autos parken, besitzt die erste
mit Solarenergie betriebene Telefonzelle und ist der Ausgangspunkt
zum Lake Eyre. Die Pferderennen von William Creek finden normalerweise
jedes Jahr im April statt.
Birdsville Track - Der Birdsville Track, eine
ehemalige Viehtreiberroute, verbindet Marree in Südaustralien
mit Birdsville in Queensland. Der Track ist 514 Kilometer lang
und führt durch „Gibber”-Steinebenen und wellenförmige
Dünen ins Herz der Wüste. Legen Sie unterwegs von
der Rinderfarm Muloorina Station über den Oodnadatta Track
einen Abstecher zum Lake Eyre ein, kehren Sie in Mungerannie
in den abgelegensten Pub der Welt ein und beobachten Sie die
Vogelwelt des von artesischen Brunnen gespeisten Feuchtgebietes.
Am Ende des Birdsville Track in Queensland befindet sich der
gleichnamige Ort mit seinem legendären Outback-Pub.
Strzelecki Track - Der 480-Kilometer lange Strzelecki
Track verläuft von Lyndhurst nach Innamincka. Stellenweise
ist vom Track aus der berühmte australische Dingozaun zu
sehen. Diese Barriere erstreckt sich über 5.300 Kilometer
- das ist die doppelte Länge der Chinesischen Mauer - und
wurde zum Schutz der Schafherden vor reißenden Dingos
errichtet, den nur in Australien vorkommenden Wildhunden.
Am nördlichen Abschnitt des Track in der
Innamincka Reserve bieten sich im Winter auf dem Cooper Creek
Bootstouren mit Führung und Rundflüge über das
Seensystem der Coongie Lakes an, oder das Kennenlernen der Einheimischen
im Innamincka Pub.
Kultur der Aborigines - In Südaustraliens
entlegenem Nordwesten liegen die Reservate der Pitjantjatjara,
in denen selbstverwaltete Aborigine-Gemeinden heimisch sind.
Westliche Technologie mag Verwendung finden, die Menschen leben
dort jedoch noch traditionsgemäß. Zeremonien, Begräbnisse,
natürliche Medizin, die Jagd und Traumzeit-Geschichten
sind Bestandteile des täglichen Lebens. Besucher dürfen
das Aborigine-Gebiet nur mit einer Erlaubnis betreten, die in
der Regel nach einem Bearbeitungszeitraum von vier bis sechs
Wochen ausgestellt wird. Aus diesem Grund ist man besser beraten,
die Gemeinden auf einer organisierten Tour kennen zu lernen.
Hier werden für die Teilnehmer sämtliche Formalitäten
erledigt. Touren verkehren ab Adelaide, Alice Springs oder aus
regionalen Zentren in den Flinders Ranges. Es ist ratsam, rechtzeitig
zu buchen. Einfacher zugänglich sind Aborigine-Kulturerlebnisse
für Besucher der Flinders Ranges.
Essengehen
Die kulinarische Szene variiert von Ort zu Ort, wobei die Auswahl
an Lokalen in kleineren Ortschaften beschränkt ist. Die
meisten örtlichen Hotels servieren bodenständige Küche
in einer freundlichen und ungezwungenen Atmosphäre.
Unterkünfte
In Coober Pedy hat man die angenehme Qual der Wahl aus Hotels
und Motels mit gutem Standard, Cottages für Selbstversorger
und Backpacker-Quartiere, die vielfach unterirdisch angelegt
sind. Camping- und Caravanplätze sind ebenfalls verfügbar.
Das übrige Outback wartet mit unterschiedlichen Unterkünften
auf. Übernachtet wird in Bed & Breakfasts, Cottages
für Selbstversorger, Backpacker-Herbergen, auf Farmen,
in Outback-Resorts, Hotels und Motels. In entlegeneren Outback-Gebieten
ist das Unterkunftsangebot kleiner. In vielen Outback-Orten
bieten 'Hotels'' einfache, jedoch bequeme Quartiere. Oder zelten
Sie unter dem herrlichen Sternenhimmel.
Klima
In der Wüstenlandschaft des Outback herrscht zumeist trockene
Hitze. Die Tage sind meist sonnig und warm, nachts kann es jedoch
sehr kühl werden - kleiden Sie sich also entsprechend.
Wer mehrere Kleidungsstücke übereinander trägt,
kann bequem 'Schichten' an- oder ausziehen.
Es folgen die durchschnittlichen Mindest- und
Höchsttemperaturen der Region:
Frühling (September - November) und Herbst(März
- Mai), 14-28 Grad Celsius.
Winter (Juni - August), 6-22 Grad Celsius.
Sommer (Dezember - Februar), 28-40 Grad Celsius.
Die besten Reisezeiten für das Outback
sind Herbst, Winter und Frühling, wenn die Tage warm, aber
nicht zu heiß sind. Besuchen kann man die Region trotzdem
im Sommer, sollte jedoch auf die Hitze vorbereitet sein.
Quelle: http://www.southaustralia.de
Siehe auch:
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