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Tasmanischer Teufel, Tasmanien, Australien

Tasmanische Teufel, sind außergewöhnliche, fleischfressende Beuteltiere ...

devil...  und haben mittlerweile über Australiens Grenzen hinaus einen Kultstatus erreicht. Bei der Berichterstattung steht im Moment allerdings mehr die Gefahr der Ausrottung dieser Spezies, die nur noch in Tasmanien vorkommt, im Vordergrund. Fachleute gehen davon aus, dass bereits 90% des gesamten Bestandes durch eine aggressive und immer tödlich verlaufende Erkrankung (Fachbefriff: Devil Facial Tumor Disease), vernichtet wurden.

1996 hat wurden die ersten Symptome entdeckt. Seither hat man von nationaler und internationaler Seite große Anstrengungen unternommen diese Krankheit zu erforschen. Nicht zuletzt ist die Human-Medizin mit großem Interesse dabei die Forschung zu begleiten und zu unterstützen, da befürchtet wird eine solch übertragbare Tumorerkrankung könnte eines Tages auch beim Menschen in größerem Umfang auftreten. Nach neuesten, genetischen Untersuchungen von Dr. Elizabeth Murchinson von der Australian National University in Canberra, sind diese Tumorzellen hoch ansteckend. Dies ist etwas ganz außergewöhnliches, so die Wissenschaftlerin und vergleicht die Verbreitung der Krankheit mit einer Organ-Transplantation. Eigentlich müssten nach der Übertragung sofort starke Abwehrreaktionen, zumindest bei einigen Tieren auftreten. Warum die infektiösen Zellen nicht als Fremdkörper identifiziert werden, und sich deshalb die Krankheit so rasant verbreitet, ist eine der Schlüsselfragen mit denen sich die Wissenschaftlerin beschäftigt.

 

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Helft den tasmanischen Teufel zu retten

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Der Tasmanische Teufel ist vom Aussterben bedroht. Die einst riesige Population ist aufgrund der "Devil Facial Tumor Disease", einer tödlichen und ansteckenden Seuche dramatisch geschrumpft, Die Seuche hat sich schon  mehr als 60 Prozent über Tasmanien verbreitet.

Der "Save the Tasmanian Devil Appeal" ist die einzige offizielle Fundraising Entität, die 100% der Spenden an die Forschung und das Management der "Devil Facial Tumor Disease" weiterleitet, mit dem Ziel den tasmanischen Teufel  in freier Wildbahn überleben zu lassen.

Also: "Pass it on. And let's help save the Tasmanian Devil". http://devils.blundstone.com/?aD4wW-

 


Tasdev2Im Moment laufen sämtliche Anstrengungen zum Erhalt dieser Art in Richtung Aufbau einer krankheits-resistenten Mindestpopulation, um den Bestand langfristig zu sichern. Dazu wird einerseits in Richtung der Züchtung resistenter Einzeltiere gearbeitet, und andererseits in den Schutz, noch vorhandener, krankheitsfreier Wildbestände in entlegenen Gebieten, wie z.B. im Südwesten Tasmaniens.

Dabei sind wissenschaftliche Institutionen, wie australische Universitäten und lokale Tierparks, wie der Devils World Park in der Nähe von Cradle Mountain, oder East Coast Natureworld in Bicheno beteiligt.


Letzterer ist federführend an der Einrichtung sogenannter Schutzzonen (gefordert sind mindestens 15 an der Zahl), über ganz Tasmanien verteilt. Natureworld Gründer, Bruce Engelfield, ehemaliger technischer Direktor des berühmten britischen Komödianten Benny Hill, lebt seit 2001 in Tasmanien und ist einer der Vorkämpfer, wenn es um den Erhalt des Tasmanischen Teufels geht.

Um auf die Belange, dieser vor dem Aussterben bedrohten Tierart aufmerksam zu machen, scheut sich der 65 Jährige auch nicht davor zurück noch aktiv am London Marathon teilzunehmen. Immerhin ist es ihm und anderen Mitstreitern gelungen weltweit Aufmerksamkeit auf dieses Problem zu lenken, um unter allen Umständen zu vermeiden, dass dem tasmanischen Teufel das gleiche Schicksal widerfährt wie seinem Verwandten, dem tasmanischen Tiger, der seit 1936 als ausgestorben gilt. Um die Probleme im Zusammenhang mit dem tasmanischen Teufel umfassend zu verstehen, muss man allerdings etwas tiefer in die Geschichte Tasmaniens blicken. Seit etwa 12000 Jahren, mit dem Ende der letzten Eiszeit und dem damit verbundenen Anstieg des Meeresspiegels, ist Tasmanien vom Festland isoliert.
http://www.tasmanien-reiseservice.de

© Text Rainer Oberle 2010
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